Schmuck richtig reinigen und pflegen
Kleidung wird regelmäßig gewaschen und gepflegt, doch bei Schmuck wird die Reinigung dagegen leicht vergessen. Dabei kommt auch Schmuck beim Tragen täglich mit Haut, Schweiß, Kosmetik und Staub in Kontakt. Eine regelmäßige und auf das jeweilige Material abgestimmte Pflege hilft dabei, den Glanz und die schönen Oberflächen möglichst lange zu erhalten.
Wie bei Textilien gilt jedoch auch bei Schmuck: Nicht jedes Material darf auf die gleiche Weise gereinigt werden. 925 Silber, rhodiniertes Silber, Edelstahl, vergoldete Oberflächen, Kristalle, Perlen und Edelsteine stellen jeweils unterschiedliche Anforderungen an die Pflege.
Grundsätzlich richtet sich die Reinigungsmethode immer nach dem empfindlichsten Material des Schmuckstücks. Ein Silberanhänger mit Süßwasserperle sollte beispielsweise wie Perlenschmuck behandelt werden und nicht wie ein Schmuckstück aus reinem Silber.
Die folgende Übersicht zeigt auf einen Blick, welche Reinigungsmethoden für die wichtigsten Schmuckmaterialien geeignet sind und was besser vermieden werden sollte.
Schmuck reinigen: Die wichtigsten Materialien im Überblick
| Schmuckart / Material | Empfohlene Reinigung | Besser vermeiden |
|---|---|---|
| 925 Sterlingsilber (nicht rhodiniert) | Weiches Tuch, bei Bedarf Silberputztuch oder geeignetes Silberbad | Zahnpasta, Scheuermittel, aggressive Hausmittel |
| 925 Silber, rhodiniert | Weiches trockenes oder leicht angefeuchtetes Tuch; bei stärkerer Verschmutzung lauwarmes Wasser und etwas milde Seife | Silberbad, Silberpolitur, starkes Reiben, Scheuermittel |
| Vergoldeter Schmuck | Vorsichtig mit einem weichen Tuch abwischen; bei stärkerer Verschmutzung lauwarmes Wasser und etwas milde Seife | Poliermittel, Silberputztücher, aggressive Reiniger, starkes Reiben |
| Edelstahl | Lauwarmes Wasser, milde Seife und ein weiches Tuch; Ultraschallbad | Scheuermittel, harte Bürsten und aggressive Haushaltsreiniger |
| Zirkonia und gefasste Kristalle | Weiches Tuch; je nach Schmuckstück vorsichtig mit lauwarmem Wasser und milder Seife reinigen | Aggressive Reiniger; Ultraschall nur bei intakten Fassungen |
| Geklebte Kristalle oder Schmucksteine | Vorsichtig mit einem weichen trockenen oder leicht feuchten Tuch reinigen | Einweichen, heißes Wasser, aggressive Reiniger und Ultraschall |
| Süßwasser-Zuchtperlen | Weiches Tuch nach jedem Tragen; bei stärkerer Verschmutzung lauwarmes Wasser und etwas milde Seife | Silberbad, Ultraschall, Dampf, Säuren und aggressive Reinigungsmittel |
| Edelsteine | In vielen Fällen ein weiches, leicht feuchtes Tuch; Reinigung immer an die jeweilige Steinart anpassen | Pauschale Reinigung mit Ultraschall, Dampf oder chemischen Schmuckbädern |
Häufige Fragen zur Schmuckreinigung - FAQ
Wie reinigt man Schmuck richtig?
Wie Schmuck richtig gereinigt wird, hängt vor allem von den verwendeten Materialien sowie vom Zustand und Alter des Schmuckstücks ab. Während robuste Schmuckstücke aus Edelstahl oder massivem Silber häufig etwas intensiver gereinigt werden können, benötigen Perlen, bestimmte Edelsteine, Schmucksteine oder empfindliche Oberflächenbeschichtungen eine besonders schonende Behandlung.
Auch bei älteren Schmuckstücken ist Vorsicht sinnvoll, da sich Fassungen, Oberflächen und Beschichtungen im Laufe der Jahre verändert haben können. Bei Schmuck aus mehreren Materialien richtet sich die Reinigung grundsätzlich nach dem empfindlichsten Bestandteil.
Kann man Schmuck mit Wasser und Seife reinigen?
Nach unserer Erfahrung kann Schmuck aus Edelstahl, Silber, mit Perlen, Swarovski® Kristallen oder Zirkonia problemlos mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Bei stärkerer Verschmutzung kann zusätzlich etwas milde Seife verwendet werden.
Feingliedrige Ketten oder Schmuckstücke mit Ablagerungen in kleinen Zwischenräumen können auch eine Zeit lang im lauwarmen Seifenwasser eingeweicht werden, damit sich Rückstände besser lösen. Anschließend lassen sich schwer erreichbare Stellen vorsichtig mit einer sehr weichen Naturhaarbürste reinigen.
Danach den Schmuck gründlich mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen. Bei älteren Schmuckstücken, empfindlichen Oberflächenbeschichtungen oder besonderen Edelsteinen sollte die Reinigung entsprechend vorsichtiger erfolgen.
Wie reinigt man 925 Silberschmuck?
925 Silberschmuck sollte möglichst regelmäßig sauber gehalten werden, bevor sich stärkere Ablagerungen oder Verfärbungen bilden. Dafür reicht es häufig aus, den Schmuck mit einem weichen Tuch abzureiben oder mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife zu reinigen. Bei Bedarf kann er kurz eingeweicht und anschließend vorsichtig mit einer sehr weichen Naturhaarbürste gesäubert werden.
Ist nicht rhodinierter Silberschmuck bereits angelaufen, lassen sich die dunklen Verfärbungen mit Wasser und Seife oft nicht mehr entfernen. Dann helfen in der Regel ein Silberputztuch oder ein geeignetes Silbertauchbad.
Bei rhodiniertem Silberschmuck sollte auf Silberbad und starkes Polieren verzichtet werden, da dadurch die Rhodiumbeschichtung beeinträchtigt werden kann. Auch für Perlen, einige Edelsteine / Schmucksteine und Antik-Silber-Designs sind Silberputztuch und Silberbad nicht geeignet.
Mehr über die Unterschiede zwischen den Metallen und Beschichtungen erklären wir in unserem Vergleich Silber, rhodiniertes Silber und Edelstahl.
Warum läuft Silberschmuck bei manchen Menschen schneller an?
Wie schnell Silber anläuft, kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Dabei spielen unter anderem Schweiß, Hautfeuchtigkeit, Salze, Kosmetik und der individuelle Haut-pH-Wert eine Rolle. Auch bestimmte Medikamente können indirekt Einfluss nehmen, wenn sie beispielsweise die Schweißmenge oder dessen Zusammensetzung verändern.
Deshalb kann dasselbe Schmuckstück bei einer Person lange hell bleiben und bei einer anderen schneller dunkel werden. Nicht rhodiniertes Silber reagiert dabei meist stärker als rhodiniertes Silber, da die Rhodiumschicht das darunterliegende Silber zusätzlich schützt.
Mehr zu individuellen Hautreaktionen und unterschiedlichen Schmuckmaterialien: Allergie-Info & Hautverträglichkeit.
Wie reinigt man vergoldeten Schmuck?
Bei vergoldetem Schmuck kommt es darauf an, welches Grundmaterial und welche Art der Beschichtung verwendet wurden.
Vergoldetes Silber und vergoldeter Modeschmuck sollten besonders schonend gereinigt werden, da sich die Vergoldung durch häufiges Polieren, starke Reibung oder abrasive Reinigungsmittel mit der Zeit abtragen kann. Meist genügt ein weiches Tuch oder die Reinigung mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife. Silberputztücher, Poliermittel und Scheuermittel sollten vermieden werden.
IP-vergoldeter Edelstahlschmuck ist in der Regel deutlich widerstandsfähiger. Er kann ebenfalls mit lauwarmem Wasser und milder Seife gereinigt und bei stärkerer Verschmutzung auch kurz eingeweicht werden. Schwer zugängliche Stellen lassen sich vorsichtig mit einer weichen Naturhaarbürste säubern.
Anschließend den Schmuck mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen.
Wie reinigt man Edelstahlschmuck?
Edelstahlschmuck ist sehr pflegeleicht und kann in der Regel problemlos mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife gereinigt werden. Bei stärkerer Verschmutzung oder feinen Zwischenräumen kann der Schmuck auch etwas länger eingeweicht und anschließend mit einer weichen Naturhaarbürste gesäubert werden.
Danach den Schmuck gründlich mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen. Auch IP / EVD-vergoldeter Edelstahl kann auf diese Weise gereinigt werden, da die Beschichtung deutlich widerstandsfähiger ist als viele klassische Vergoldungen.
Wie reinigt man Schmuck mit Kristallen oder Zirkonia?
Swarovski® Kristalle oder Zirkonia können in der Regel gut mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife gereinigt werden. Bei stärkeren Ablagerungen kann der Schmuck kurz eingeweicht und anschließend vorsichtig mit einer sehr weichen Naturhaarbürste gesäubert werden. Gerade bei gefassten Steinen setzen sich Hautfette, Creme oder Staub gern an den Rückseiten und in kleinen Zwischenräumen ab und können das Funkeln deutlich mindern.
Anschließend den Schmuck gründlich mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen. Auf Scheuermittel, aggressive Reiniger und harte Bürsten sollte verzichtet werden, damit Steine, Fassungen und Oberflächen nicht beschädigt werden.
Wie reinigt man Perlenschmuck?
Schmuck mit echten Perlen kann vorsichtig mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife gereinigt werden. Bei stärkeren Verschmutzungen darf der Schmuck nach unserer Erfahrung auch eine Zeit lang eingeweicht werden. Ablagerungen an Fassungen lassen sich anschließend behutsam mit einer sehr weichen Naturhaarbürste entfernen.
Auch Kunstperlen können in der Regel mit einem weichen, leicht feuchten Tuch oder vorsichtig mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife gereinigt werden. Da die Oberfläche von Kunstperlen jedoch aus einer Beschichtung besteht und je nach Qualität unterschiedlich empfindlich sein kann, sollte insbesondere bei älteren Perlen auf längeres Einweichen und starkes Reiben verzichtet werden.
Nach der Reinigung den Perlenschmuck mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen. Bei auf Faden gezogenen Perlenketten oder Armbändern sollte der Faden vollständig trocknen, bevor das Schmuckstück wieder getragen wird.
Darf Schmuck ins Ultraschallbad?
Nicht jedes Schmuckstück eignet sich für die Reinigung im Ultraschallbad. Besonders bei Perlen, empfindlichen Edelsteinen, älteren Schmuckstücken oder Steinfassungen kann die Ultraschallreinigung problematisch sein.
Da die Eignung vom Material, der Verarbeitung und vom Zustand des Schmuckstücks abhängt, sollte eine Ultraschallreinigung im Zweifel einem Juwelier oder Goldschmied überlassen werden. Für die Reinigung zu Hause sind lauwarmes Wasser, milde Seife und eine sehr weiche Bürste meist die sicherere Methode.
Die richtige Reinigung hängt wesentlich vom Material und von der Verarbeitung eines Schmuckstücks ab. In den folgenden Abschnitten finden sich deshalb ausführlichere Hinweise zu den einzelnen Schmuckmaterialien sowie weitere Tipps zur Pflege, Aufbewahrung und schonenden Reinigung.
Schmuck reinigen und pflegen
- direkt zum Material:
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Silberschmuck und rhodiniertes 925 Silber
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Vergoldeten Schmuck reinigen
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Edelstahlschmuck reinigen
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Schmuck mit Kristallen und Zirkonia
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Süßwasser-Zuchtperlen und Perlenschmuck
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Schmuck mit Edelsteinen reinigen
- direkt zum Thema:
Silberschmuck oder rhodiniertes Silber reinigen
925 Sterlingsilber ist ein hochwertiges Schmuckmaterial. Es kann jedoch mit Luft, Haut, Schweiß, Kosmetika und anderen Umwelteinflüssen reagieren. Besonders nicht rhodiniertes Silber kann mit der Zeit anlaufen und sich dunkel verfärben. Dabei handelt es sich nicht um Schmutz oder einen Qualitätsmangel, sondern um eine natürliche Reaktion des Materials.
Am besten wird Silberschmuck deshalb regelmäßig sauber gehalten, bevor sich stärkere Ablagerungen oder Verfärbungen bilden. Häufig genügt es, das Schmuckstück mit einem weichen Tuch abzureiben. Bei stärkerer Verschmutzung kann Silber mit lauwarmem Wasser und etwas milder Seife gereinigt werden. Feingliedrige Ketten oder Schmuckstücke mit schwer zugänglichen Zwischenräumen dürfen etwas eingeweicht und anschließend vorsichtig mit einer sehr weichen Naturhaarbürste gesäubert werden. Danach mit klarem Wasser abspülen, trockentupfen und noch etwas an der Luft liegen lassen. In Ösen oder Gliedern gefangene Restfeuchtigkeit beschleunigt sonst ein erneutes Anlaufen.
Angelaufenes Silber reinigen
Ist Silberschmuck bereits angelaufen, reichen Wasser und Seife zur Entfernung der dunklen Verfärbungen meist nicht mehr aus. In diesem Fall kann ein Silberputztuch oder ein geeignetes Silberbad verwendet werden. Ein Silberputztuch eignet sich besonders für glatte, gut erreichbare Flächen, während ein Silberbad auch schwer zugängliche Bereiche erreichen kann. Nach der Nutzung eines Silberbads muss der Schmuck extrem gründlich mit viel fließendem Wasser abgespült werden. Verbleiben Säurereste am Schmuck, läuft er danach umso schneller wieder an.
Bei Schmuckstücken mit Perlen, Edelsteinen, Kristallen oder anderen empfindlichen Materialien sollte jedoch immer geprüft werden, ob diese Bestandteile für ein Silberbad geeignet sind. Bei Silber mit beabsichtigten dunklen Kontrasten (Schwärzung / Oxidation in Gravuren / Antik-Silber-Effekt) zerstört ein Silberbad oder intensives Putzen den künstlerischen Effekt.
Rhodiniertes Silber reinigen
Rhodiniertes 925 Silber besitzt eine dünne Rhodiumschicht, die den Schmuck vor dem Anlaufen schützt. Dadurch ist rhodinierter Silberschmuck besonders pflegeleicht.
Für die normale Reinigung genügen ein weiches Tuch, lauwarmes Wasser und bei Bedarf etwas milde Seife. Auf Silberbäder, starkes Polieren und abrasive Reinigungsmittel sollte bei rhodiniertem Schmuck möglichst verzichtet werden, da diese die Rhodiumschicht mit der Zeit beeinträchtigen können.
Nach einer Reinigung mit Wasser sollte Silberschmuck immer gründlich mit klarem Wasser abgespült und anschließend sorgfältig getrocknet werden.
Vergoldeten Schmuck reinigen
Bei vergoldetem Schmuck kommt es für die richtige Reinigung vor allem auf das Grundmaterial und die Art der Beschichtung an. Eine Vergoldung liegt als dünne Metallschicht auf der Oberfläche und kann sich durch Reibung, häufiges Polieren oder ungeeignete Reinigungsmittel mit der Zeit abtragen.
Vergoldetes Silber und vergoldeten Modeschmuck reinigen
Vergoldetes Silber und klassisch vergoldeter Modeschmuck sollten deshalb besonders schonend behandelt werden. Für die regelmäßige Pflege genügt häufig ein weiches, unbehandeltes Mikrofasertuch. Bei stärkerer Verschmutzung kann der Schmuck mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen mildem Spülmittel (ohne Handbalsam oder andere Pflegestoffe) gereinigt werden. Ein feuchtes Wattestäbchen eignet sich gut für Ritzen, Gravuren oder Zwischenräume. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und sanft mit einem weichen Tuch trocken tupfen.
Auf Silberputztücher, Poliermittel, Scheuermittel und starkes Reiben sollte bei vergoldeten Oberflächen verzichtet werden. Auch wenn sich unter der Vergoldung Silber befindet, ist ein Silberputztuch hier nicht geeignet, da es beim Polieren gleichzeitig die Vergoldung abtragen kann.
IP-/EVD-vergoldeten Edelstahlschmuck reinigen
IP-/EVD-vergoldeter Edelstahl besitzt eine besonders widerstandsfähige, fest haftende Goldbeschichtung. Bei diesem elektrolytischen Verfahren wird Edelstahl mit einer feinen Schicht Echtgold veredelt. Dadurch ist die Oberfläche robuster und pflegeleichter als viele klassische Vergoldungen.
Unser vergoldeter Edelstahlschmuck kann problemlos mit lauwarmem Wasser und milder Seife gereinigt werden. Bei stärkeren Verschmutzungen oder schwer zugänglichen Zwischenräumen kann das Schmuckstück auch etwas eingeweicht und anschließend vorsichtig mit einer weichen Naturhaarbürste gesäubert werden.
Auch widerstandsfähige Beschichtungen sollten jedoch nicht mit aggressiven Reinigern, Scheuermitteln oder harten Bürsten behandelt werden. Kommerzielle Schmuck- oder Goldtauchbäder sollten bei vergoldetem Schmuck nur verwendet werden, wenn der Hersteller sie ausdrücklich für vergoldete Oberflächen freigibt.
Edelstahlschmuck reinigen
Edelstahlschmuck ist robust, pflegeleicht und sehr korrosionsbeständig. Hautfette, Schweiß, Kosmetik oder Staub können sich dennoch mit der Zeit auf der Oberfläche und besonders in kleinen Zwischenräumen ablagern und den Glanz mindern.
Bei stärkerer Verschmutzung kann Edelstahlschmuck mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen mildem Spülmittel ohne Handbalsam oder andere Pflegestoffe gereinigt werden. Feingliedrige Ketten oder Schmuckstücke mit schwer erreichbaren Stellen können auch etwas länger eingeweicht werden, damit sich Ablagerungen lösen.
Ritzen, Gravuren, Fassungen und Zwischenräume lassen sich anschließend vorsichtig mit einer weichen Naturhaarbürste oder einem feuchten Wattestäbchen reinigen. Danach den Schmuck gründlich mit klarem Wasser abspülen und direkt mit einem weichen Tuch trocknen. So lassen sich Wasser- und Kalkflecken weitgehend vermeiden. Fingerabdrücke oder leichte Fettspuren können zwischendurch meist einfach mit einem trockenen Mikrofasertuch entfernt werden.
Besondere Tipps für Edelstahl
Zum schnellen Entfernen von Fettfilmen kann bei reinem Edelstahl bei Bedarf auch etwas Isopropanol oder Reinigungsalkohol auf einem weichen Tuch verwendet werden. Bei beschichteten Oberflächen oder Schmuckstücken aus mehreren Materialien ist diese Methode dagegen nicht pauschal zu empfehlen.
Nach Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser sollte Edelstahlschmuck mit klarem Leitungswasser abgespült und anschließend gut getrocknet werden. Edelstahl, beispielsweise 304 oder 316L, ist zwar sehr korrosionsbeständig, chloridhaltige Umgebungen können die Oberfläche bei längerer oder häufiger Einwirkung dennoch belasten.
Auf Scheuermittel, aggressive Haushaltsreiniger, Stahlwolle und harte Bürsten sollte verzichtet werden, da sie insbesondere polierte Oberflächen verkratzen können. Auch bei Edelstahl gilt: Sind zusätzlich Perlen, Kristalle, Edelsteine oder andere Materialien verarbeitet, richtet sich die Reinigung nach dem empfindlichsten Bestandteil des Schmuckstücks.
Schmuck mit Zirkonia und Kristallen reinigen
Zirkonia und facettierte Kristalle leben von ihrem Lichtspiel. Hautfette, Creme, Seifenreste oder Staub lagern sich jedoch auf den Facetten, an den Steinrückseiten und in kleinen Zwischenräumen ab. Dadurch nimmt die Lichtbrechung ab und die Steine wirken mit der Zeit matt.
Schnelle Pflege zwischendurch (Trockenreinigung)
Für leichte Fettspuren und Fingerabdrücke – besonders bei größeren, gut zugänglichen Swarovski® Kristallen oder Zirkonia – genügt meist eine trockene Pflege direkt nach dem Tragen. Ein sauberes, trockenes Brillenputz- oder Microfasertuch (unbehandelt und fusselfrei) entfernt Schlieren auf den Facetten schonend und stellt das Funkeln wieder her. Dadurch lässt sich eine aufwendigere Nassreinigung häufig vermeiden.
Gründliche Nassreinigung bei stärkerer Verschmutzung
Reicht das Abwischen nicht mehr aus, empfiehlt sich lauwarmes Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel (ohne Handbalsam oder Pflegestoffe). Bei stärkeren Ablagerungen kann der Schmuck kurz eingeweicht werden, um den Schmutz anzulösen. Anschließend wird er gründlich mit klarem Wasser abgespült und sorgfältig getrocknet.
Besonderheiten bei Pavé-Besatz und kleinen Steinen
Bei Pavé-Besatz oder dicht gefassten Zirkonia setzt sich Schmutz bevorzugt in den winzigen Zwischenräumen ab. Eine sehr weiche Naturhaarbürste hilft, diese Stellen im Seifenbad vorsichtig zu säubern. Zum Trocknen sollte zwingend ein fusselfreies Tuch genutzt werden, damit sich keine Textilfasern in den kleinen Fassungen verfangen.
Steinrückseiten und offene Fassungen
Bei hinten offenen Fassungen ist die Reinigung der Steinunterseite entscheidend für die Brillanz: Nur wenn Licht ungehindert durch den Stein dringen kann, entfaltet er seine volle Wirkung. Ein feuchtes Wattestäbchen eignet sich ideal, um die Rückseite und feine Ritzen zu säubern.
Wichtige Pflegehinweise
Auf Scheuermittel, harte Bürsten und aggressive Reiniger sollte grundsätzlich verzichtet werden, um Facetten, Veredelungen und Fassungen nicht zu beschädigen. Enthält ein Schmuckstück verschiedene Materialien (z. B. vergoldetes Silber mit Kristallen), richtet sich die Reinigung immer nach dem empfindlichsten Bestandteil.
Süßwasser-Zuchtperlen und Perlenschmuck reinigen
Perlen sind organische Naturprodukte und besitzen eine empfindlichere Oberfläche als Metalle oder viele Schmucksteine. Hautfette, Schweiß, Kosmetik und Staub lagern sich leicht ab und beeinträchtigen den natürlichen Glanz (Lüster). Die richtige Reinigung richtet sich vor allem danach, wie die Perlen verarbeitet sind.
Aufgezogene Perlen (Ketten und Armbänder)
Bei echten Süßwasser-Zuchtperlen auf Seiden- oder Spezialfaden steht der Schutz des Fadens im Vordergrund. Nach jedem Tragen empfiehlt sich das sanfte Abwischen der einzelnen Perlen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch.
Kein Einweichen oder Abspülen: Perlenketten sollten nicht unter fließendem Wasser abgespült, untergetaucht oder eingeweicht werden, da sich der Faden im Inneren sonst mit Wasser vollsaugt. Ein feuchter Faden leiert aus, verliert an Festigkeit oder kann von innen heraus schimmeln.
Liegend trocknen: Da über die Bohrlöcher der Perlen dennoch minimale Feuchtigkeit an das Garn gelangen kann, sollte die Kette nach der Reinigung kurz flach liegend auf einem Tuch bei Raumtemperatur trocknen. Feuchte Ketten dürfen niemals aufgehängt werden, da das Gewicht der Perlen den Faden dauerhaft verzieht.
Gefasste und geklebte Einzelperlen (Ohrringe, Anhänger und Ringe)
Einzelne Perlen an Ohrsteckern, Ohrhängern oder Anhängern besitzen keinen Faden, sind jedoch meist auf kleine Stifte geklebt oder in Metallfassungen eingesetzt.
Langes Einweichen sollte auch hier vermieden werden, da warmes Wasser und Seife den Schmuckkleber anlösen können. Die Reinigung gelingt am besten punktuell mit einem feuchten Wattestäbchen und etwas lauwarmem Wasser mit einem Tropfen mildem Spülmittel (ohne Pflegestoffe). Metallfassungen oder Zwischenräume lassen sich vorsichtig mit einer sehr weichen Naturhaarbürste säubern. Anschließend wird das Schmuckstück sorgfältig trocken getupft.
Wichtige Pflegehinweise für echte Perlen
Da Perlen aus Kalk bestehen, reagieren sie extrem empfindlich auf Säuren (Essig, Zitronensäure), Parfüm, Haarspray, Cremes und Schweiß. Perlenschmuck sollte daher immer erst als allerletzter Schritt angelegt werden, wenn Kosmetika vollständig eingezogen und getrocknet sind.
Ultraschallbäder, Silberbäder, Scheuermittel, aggressive Reiniger und Hitze (z. B. Föhn) sind tabu, weil sie die Perlmuttschicht sowie die Fäden und Klebeverbindungen irreparabel schädigen.
Kunstperlen / Imitationsperlen (Modeschmuck)
Kunstperlen besitzen eine aufgetragene Lack- oder Kunststoffschicht, deren Widerstandsfähigkeit je nach Qualität und Alter variiert. Zur regelmäßigen Pflege genügt ein weiches, leicht feuchtes Mikrofasertuch.
Auf Einweichen, starkes Reiben oder chemische Reiniger sollte verzichtet werden, weil die Oberflächenbeschichtung sonst abblättern oder matt werden kann.
Schmuck mit Edelsteinen reinigen
Edel- und Schmucksteine unterscheiden sich deutlich in Härte, Porosität und Empfindlichkeit. Während viele robuste Steine eine Reinigung mit lauwarmem Wasser und etwas mildem Spülmittel gut vertragen, reagieren andere empfindlich auf Hitze, Säuren, Lösungsmittel oder bestimmte Reinigungsverfahren. Auch mögliche Behandlungen eines Steins können eine Rolle spielen. Die Wahl der Reinigungsmethode richtet sich daher immer nach dem verarbeiteten Stein.
Für die regelmäßige Alltagspflege eignet sich ein weiches, fusselfreies Tuch, um Fingerabdrücke, Hautfette und leichte Ablagerungen zu entfernen.
Robuste Edel- und Schmucksteine reinigen
Viele robuste Schmucksteine können bei stärkerer Verschmutzung mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen mildem Spülmittel ohne Handbalsam oder andere Pflegestoffe gereinigt werden. Dazu gehören beispielsweise:
- Klassische Edelsteine: Diamant, Rubin, Saphir, Aquamarin und Granat
- Quarze und weitere Schmucksteine: Amethyst, Bergkristall, Rosenquarz, Rauchquarz, Citrin, Achat, Onyx und Tigerauge
Auch Labradorit kann vorsichtig mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt werden. Als Feldspat ist er jedoch empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung und sollte nicht unnötig starken Reinigungsverfahren ausgesetzt werden.
Bei hinten offenen Fassungen lassen sich Fett- und Staubablagerungen auf der Steinrückseite vorsichtig mit einem feuchten Wattestäbchen oder einer sehr weichen Naturhaarbürste lösen. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und sorgfältig trocknen.
Empfindlichere Edel- und Schmucksteine schonend behandeln
Bei empfindlicheren, porösen oder häufig behandelten Steinen ist eine besonders schonende Reinigung sinnvoll. Dazu gehören beispielsweise Smaragd, Opal, Türkis, Lapislazuli und Malachit. Viele dieser Steine dürfen zwar mit lauwarmem Wasser und milder Seife gereinigt werden, sollten aber nicht automatisch eingeweicht oder mit Ultraschall, Dampf, Lösungsmitteln oder aggressiven Reinigungsmitteln behandelt werden.
Auch die organischen Schmuckmaterialien Bernstein, Koralle und Perlmutt benötigen eine vorsichtige Behandlung. Ein weiches, leicht feuchtes Tuch ist für die regelmäßige Pflege meist ausreichend. Bei Bedarf kann je nach Material auch mildes Seifenwasser verwendet werden; längeres Einweichen sollte insbesondere bei Koralle und zusammengesetzten Schmuckmaterialien vermieden werden.
Allgemeine Pflegehinweise für Edelsteine
Auf Scheuermittel, aggressive Haushaltsreiniger, harte Bürsten und sehr heißes Wasser sollte grundsätzlich verzichtet werden. Einige Edelsteine reagieren außerdem empfindlich auf starke Hitze oder abrupte Temperaturwechsel und können dadurch beschädigt werden.
Da ein Schmuckstein behandelt, gefärbt, geölt, beschichtet oder anderweitig veredelt sein kann, lässt sich seine Empfindlichkeit nicht immer allein am Namen erkennen. Ist die genaue Steinsorte oder Behandlung unbekannt, gilt deshalb die sichere Grundregel: vorsichtig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch reinigen und auf intensive Reinigungsverfahren verzichten.
Was Schmuck generell nicht gut verträgt
Unabhängig vom Material gibt es einige Reinigungsmethoden und Einflüsse, die Schmuck unnötig belasten oder dauerhaft verändern können. Besonders bei älteren Schmuckstücken oder Kombinationen verschiedener Materialien ist eine schonende Behandlung meist die beste Wahl.
Aggressive Reiniger und ungeeignete Hausmittel
Scheuermittel, Zahnpasta und aggressive Haushaltsreiniger sind für die Schmuckreinigung nicht geeignet. Sie können feine Kratzer verursachen, Beschichtungen abtragen oder empfindliche Oberflächen und Schmucksteine beschädigen.
Auch bei häufig empfohlenen Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure oder Backpulver ist Vorsicht geboten. Essig und Zitronensäure können insbesondere kalkhaltige Materialien wie Perlen oder Korallen sowie empfindliche Schmucksteine und Beschichtungen angreifen. Backpulver ist zwar nicht säurehaltig, kann als Reinigungspaste jedoch abrasiv wirken und empfindliche oder polierte Oberflächen verkratzen. Für die regelmäßige Schmuckpflege sind lauwarmes Wasser und ein mildes Spülmittel meist die schonendere Wahl.
Chlor-, Pool- und Salzwasser
Schmuck sollte möglichst nicht dauerhaft Chlor- oder Salzwasser ausgesetzt werden. Chlor kann Metalle, Legierungsbestandteile und bestimmte Fassungen oder Veredelungen angreifen. Auch Salzwasser kann insbesondere bei längerer Einwirkung Korrosion und Verfärbungen begünstigen. Nach dem Schwimmen im Meer oder Pool sollte Schmuck deshalb möglichst mit klarem Wasser abgespült und anschließend sorgfältig getrocknet werden.
Sehr heißes Wasser, Dampf und starke Hitze
Für die normale Schmuckreinigung genügt lauwarmes Wasser. Sehr heißes Wasser oder Dampf können empfindliche Steine, Beschichtungen und andere Bestandteile beeinträchtigen. Auch abrupte Temperaturwechsel können bei bestimmten Edelsteinen zu Rissen führen.
Feuchter Schmuck sollte außerdem nicht auf der Heizung oder in intensiver Sonne getrocknet werden. Starke Hitze und lang anhaltendes intensives Licht können einige Schmucksteine beeinträchtigen oder ihre Farbe verändern. Besonders lichtempfindlich sind beispielsweise Amethyst und Kunzit. Auch Perlen und Opale sollten keiner starken Hitze ausgesetzt werden.
Ultraschall nicht für jedes Schmuckstück
Ein Ultraschallbad kann Verschmutzungen auch aus schwer erreichbaren Zwischenräumen lösen, eignet sich jedoch nicht für jedes Schmuckstück. Entscheidend sind Material, Verarbeitung, Fassungen, Beschichtungen und die verarbeiteten Schmucksteine. Reiner, unbeschichteter Metallschmuck und bestimmte robuste Edelsteine können häufig im Ultraschallbad gereinigt werden, bei Perlen, empfindlichen oder behandelten Edelsteinen sowie älteren Schmuckstücken ist dagegen Vorsicht geboten. Im Zweifel sollte die Ultraschallreinigung einem Juwelier oder Goldschmied überlassen werden.
Geklebte Elemente nicht unnötig lange einweichen
Bei Schmuckstücken mit geklebten Steinen, Perlen oder anderen Schmuckelementen sollte auf sehr langes Einweichen verzichtet werden. Je nach verwendetem Klebstoff und Alter des Schmuckstücks kann dauerhafte Feuchtigkeit die Verbindung beeinträchtigen. Für eine normale kurze Reinigung mit lauwarmem Wasser ist das in der Regel kein Problem; anschließend sollte der Schmuck jedoch gründlich getrocknet werden.
Gebürstete und mattierte Oberflächen
Bei gebürsteten, satinierten oder mattierten Metalloberflächen sollte möglichst in Richtung des vorhandenen Schliffs gereinigt werden. Starkes Reiben oder Bewegungen quer zur Strichrichtung können die Oberflächenstruktur verändern und unerwünschte glänzende Stellen entstehen lassen.
Zum Trocknen ein weiches Tuch verwenden
Zum Abtrocknen und Nachpolieren eignet sich ein weiches, fusselfreies Mikrofasertuch. Dagegen sind Küchenrolle, Papiertaschentücher oder andere gröbere Papiertücher weniger geeignet. Sie können auf empfindlichen, hochglänzenden oder sehr weichen Oberflächen feine Spuren hinterlassen. Besonders bei Perlen, polierten Metallen und beschichteten Oberflächen ist ein weiches Tuch die bessere Wahl.
Parfüm, Kosmetik und Chemikalien
Parfüm, Haarspray, Cremes, Reinigungsmittel und andere Chemikalien sollten möglichst nicht direkt auf Schmuck gelangen. Besonders Perlen, vergoldete Oberflächen, Silber und empfindliche Schmucksteine können darauf reagieren. Schmuck deshalb am besten erst anlegen, wenn Kosmetik- und Pflegeprodukte eingezogen oder getrocknet sind.
Schmuck bei Sport und körperlicher Arbeit ablegen
Beim Sport, bei Garten- oder Hausarbeit und bei anderen körperlichen Tätigkeiten sollte Schmuck möglichst abgelegt werden. Schweiß enthält Salze und Säuren und kann insbesondere empfindliche Oberflächen und Beschichtungen langfristig belasten. Noch wichtiger ist jedoch die mechanische Beanspruchung: Stöße, Zugbelastungen oder das Hängenbleiben können Ketten, Fassungen, Verschlüsse und Schmucksteine beschädigen.
Schmuck richtig aufbewahren
Die richtige Aufbewahrung schützt deinen Schmuck nicht nur vor Staub, sondern auch vor Kratzern, Verfärbungen, Anlaufen und mechanischen Schäden. Da unterschiedliche Materialien verschiedene Ansprüche an ihre Umgebung stellen, lohnt sich eine gezielte Lagerung.
Schmuckstücke getrennt voneinander aufbewahren
Schmuckstücke solltest du idealerweise einzeln oder voneinander getrennt aufbewahren. Weiche Stoffbeutel, kleine Druckverschluss-Tütchen, kleine Fächer oder gepolsterte Schmuckkästchen verhindern, dass harte Steine oder Kanten empfindliche Oberflächen zerkratzen. Besonders Perlen, vergoldete Schmuckstücke und hochglanzpolierte Metalle solltest du nie direkt mit anderem Schmuck zusammenlegen.
Ketten vor dem Verknoten schützen
Feine Ketten und Armbänder solltest du stets geschlossen, einzeln und möglichst gestreckt oder hängend lagern. Lose in einer Schale verhaken sie sich schnell.
Praxis-Tipp für Schmuckbeutel: Lass den Verschluss der Kette beim Verstauen aus dem Tütchen herausragen und schließe den Beutel (z. B. den Druckverschluss) direkt darunter. So kann sich die Kette im Beutelinneren nicht verknoten.
Silberschmuck trocken und luftgeschützt lagern
Silber läuft vor allem durch den Kontakt mit Luftfeuchtigkeit und Schwefelverbindungen an. Bei regelmäßigem Tragen bremst die Reibung an Haut und Kleidung diesen Prozess; bei längerer Lagerung verfärbt sich das Metall jedoch dunkel.
Eine trockene, luftdichte Aufbewahrung (z. B. in kleinen Druckverschlussbeuteln oder mit Anlaufschutzstreifen) verlangsamt das Anlaufen effektiv. Ein kleines Silica-Gel-Tütchen in deinem Silberschmuckfach nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf.
Perlen und Opale nicht zu trocken oder luftdicht lagern
Im Gegensatz zu Silber benötigen echte Perlen und Opale eine gewisse Grundfeuchtigkeit. Sehr trockene Tresore, Heizungswärme oder die Lagerung zusammen mit Silica-Gel-Tütchen lassen sie austrocknen, wodurch Perlen ihren Glanz verlieren und Opale Risse bekommen können.
Perlenschmuck gehört weich und separat in einen Stoffbeutel oder ein gepolstertes Fach. Aufgezogene Perlenketten solltest du stets flach liegend lagern und nach der Reinigung vollständig trocknen lassen, bevor du sie weglegst.
Das Badezimmer ist kein geeigneter Aufbewahrungsort
Das Badezimmer ist für die dauerhafte Schmucklagerung ungeeignet. Die hohe Luftfeuchtigkeit und die ständigen Temperaturschwankungen durch Duschen und Baden beschleunigen das Anlaufen von Silber und begünstigen Korrosion bei Metallen. Bewahre deinen Schmuck stattdessen in einem trockenen Raum mit gleichmäßiger Temperatur auf (z. B. im Schlafzimmer).
Vor direkter Sonneneinstrahlung und UV-Licht schützen
Ein geschlossenes Schmuckkästchen schützt verlässlich vor schädlicher UV-Einstrahlung und Hitze. Einige Edelsteine (darunter Amethyst, Rosenquarz, Citrin und Kunzit) können bei dauerhaftem Lichteinfluss verblassen oder ihre Farbe verändern. Bewahre Edelsteinschmuck daher nie auf der Fensterbank auf.
Wann eine professionelle Schmuckreinigung sinnvoll ist
Viele Schmuckstücke lassen sich mit den richtigen Methoden problemlos zu Hause reinigen. Bei sehr starken Verschmutzungen, älteren Schmuckstücken, unbekannten Materialien oder besonders empfindlichen Materialkombinationen kann es jedoch sinnvoll sein, die Reinigung einem Juwelier oder Goldschmied zu überlassen.
Fachbetriebe können je nach Schmuckstück unterschiedliche Verfahren wie Ultraschall- oder Dampfreinigung einsetzen und beurteilen, welche Methode für die verwendeten Materialien, Steine, Fassungen und Beschichtungen geeignet ist.
Eine professionelle Pflege kann außerdem deutlich über die eigentliche Reinigung hinausgehen. Je nach Material und Zustand lassen sich kleine Kratzer, matte Stellen und Gebrauchsspuren durch fachgerechtes Polieren oder Aufarbeiten reduzieren. Auch Oberflächen können neu aufgefrischt und eine abgenutzte Rhodinierung oder Vergoldung (sofern das Schmuckstück dafür geeignet ist) erneuert werden.
Auch bei Erb- und Antikschmuck ist eine fachgerechte Beurteilung sinnvoll. Hier kann beispielsweise eine vorhandene Patina Teil des historischen Erscheinungsbildes sein und sollte nicht durch eine zu intensive Reinigung oder Aufarbeitung entfernt werden.
Bei einer professionellen Reinigung wird das Schmuckstück in der Regel auch genauer betrachtet. Dabei fallen häufig gelockerte Fassungen, abgenutzte Krappen, beschädigte Verschlüsse, beanspruchte Fäden oder andere beginnende Schäden auf, bevor es zu einem Verlust von Steinen oder Perlen kommt. Deshalb lohnt sich neben der Reinigung auch eine regelmäßige Kontrolle häufig getragener Schmuckstücke.
Schmuck regelmäßig kontrollieren und Schäden vermeiden
Zur langfristigen Schmuckpflege gehört nicht nur die Reinigung. Besonders häufig getragene Schmuckstücke sollten von Zeit zu Zeit auf Verschleiß, gelockerte Verbindungen und beginnende Schäden kontrolliert werden. Viele Reparaturen lassen sich rechtzeitig durchführen, bevor ein Schmuckstück oder einzelne Bestandteile verloren gehen.
Steinfassungen rechtzeitig kontrollieren lassen
Bei häufig getragenen Ringen, Anhängern oder Ohrschmuck mit Krappen- und anderen Steinfassungen kann ein Goldschmied frühzeitig erkennen, ob sich Fassungen gelockert oder Metallteile durch das tägliche Tragen abgenutzt haben. So können notwendige Reparaturen durchgeführt werden, bevor ein Stein verloren geht.
Perlenketten und aufgezogenen Schmuck rechtzeitig neu aufziehen
Auf Faden oder Schmuckdraht aufgezogene Ketten und Armbänder sollten ebenfalls regelmäßig überprüft werden. Fäden können sich dehnen, Knoten lockern und Schmuckdraht oder Verbindungen mit der Zeit ermüden.
Bei klassischen Perlenketten sind größer werdende Abstände zwischen den Perlen, lockere Knoten oder ein sichtbar beanspruchter Faden deutliche Hinweise darauf, dass ein neues Aufziehen sinnvoll ist. Rechtzeitig neu aufgefädelt und gegebenenfalls neu geknotet, lässt sich vermeiden, dass die Kette plötzlich reißt und Perlen verloren gehen.
Verschlüsse, Ösen und Verbindungsteile prüfen
Auch Verschlüsse, Ösen, Zwischenringe und andere Verbindungsteile sind typische Verschleißstellen. Besonders bei häufig getragenen Ketten und Armbändern können sich kleine Öffnungen vergrößern oder Bauteile lockern. Eine rechtzeitige Kontrolle kann verhindern, dass sich das Schmuckstück unbemerkt öffnet oder verloren geht.
Beschädigte oder verbogene Schmuckteile nicht selbst richten
Verbogene Ringschienen, Armreifen, Ohrsteckerstifte oder andere verformte Schmuckteile sollten möglichst nicht selbst zurückgebogen werden. Das Material kann an bereits beanspruchten Stellen geschwächt sein und beim erneuten Biegen brechen. Ein Goldschmied kann beurteilen, ob das Schmuckstück gerichtet, gelötet oder anderweitig repariert werden sollte.
Schmuckpflege mit der richtigen Methode
Mit regelmäßiger und materialgerechter Pflege bleibt Schmuck über viele Jahre schön und behält seinen Glanz. Eine besonders intensive Reinigung ist dabei selten die beste Lösung. Häufig reichen ein weiches Tuch, lauwarmes Wasser und ein Tropfen mildes Spülmittel vollkommen aus.
Achte bei der Pflege stets auf die wichtigste Grundregel: Die Reinigung richtet sich immer nach dem empfindlichsten Material des Schmuckstücks. Wer zudem einfachen Alltagsschutz beherzigt: den Schmuck erst nach dem Kosmetikauftrag anzulegen und ihn trocken sowie getrennt aufzubewahren, beugt Verfärbungen und Schäden effektiv vor.